
Willkommen bei Blackbox Feldenkrais
Ihre Anlaufstelle für professionelle Bewegungspädagogik
Blackbox Feldenkrais – individuelle Bewegungspädagogik, flexible Methoden, private Umgebung, nachhaltige Ergebnisse.
Während meines Master-Studiums in Edinburgh und Sheffield (Adv. Physiotherapy), das ich als Physiotherapeut nach fast 20 Jahren Berufspraxis begann, beschäftigte ich mich ausführlich mit menschlicher/motorischer Entwicklung.
So kam ich zu einem Artikel von Esther Thelen. (1995, American Psychologist, Motor development. A new Synthesis). Ich war sehr beeindruckt und hatte Feuer gefangen von den Dingen, die ich da las. Sie beschrieb systemische Theorien, z.B. NGST (neural group selection theory) von G. Edelman oder für mich genauso spannend und damals neu, Bernsteins „Degrees of freedom“ (Problem solving – a Question of how to use the Degrees of freedom).
Thelens Arbeit bildete die Basis für meine weitere Recherche. Sie gebraucht in ihrem 1995 erschienenen Artikel wohl zum ersten Mal Bernsteins Degrees of freedom im Bereich der Neuropädiatrie. Ich befasste mich mit Edelmans NGST. Je mehr ich las, desto schlüssiger waren diese Konzepte für mich.
Gleichzeitig fragte ich mich, was wohl ein Herr Feldenkrais zu solchen Sachen gesagt hätte. (Ich hatte Anfang der 90iger Jahre einen Intensiv-Kurs bei Dr. Chava Shelav gemacht.) Nach Beendigung des Studiums kam ich zurück nach Deutschland, den Kopf deutlich angereichert von vielen Dingen. So machte ich mich erneut auf den Weg zu einem Feldenkrais-Intensiv Block mit Dr. Shelav – Ich sprach mit ihr über die Dinge, die mich in den letzten Jahren bezüglich Motorik bewegt hatten. Wir sprachen über E. Thelen……(„she was a friend of mine, we worked together in her lab…..) und mir war klar, dass Feldenkrais ein nächster Schritt sein musste. Feldenkrais hat Bernsteins Degrees of freedom gelebt, umgesetzt und geniale Dinge daraus hervorgebracht, verbunden mit fernöstlicher Kampfkunst etc.
Wie Feldenkrais zu mir kam – oder wie ich zu Feldenkrais kam.
Karl-Josef Heinemann
Feldenkrais-Arbeit
Das Skelett – die Form unserer Knochen – die Funktion unserer Gelenke gibt uns eine klare Vorgabe für alle Bewegungsrichtungen.
Unser Bewegungs-Potential ist sozusagen am Skelett abzulesen.
Das Nervensystem und unsere Geschichte lassen uns individuell sein – gleichzeitig reduzieren Gewohnheiten unsere Freiheit.
Das Herzstück der Feldenkraisarbeit liegt darin, bekannte und vorgegebene (Stress)Muster abzulegen und das gewohnte Erleben neu zu verhandeln.
Eine innere, aus der Struktur sich entfaltende Aufrichtung, ein frei schwingendes Becken, ein ausbalancierter Kopf, ein weiter Horizont durch eine aufrechte Wirbelsäule, die ihre ganze Drehfähigkeit zu Verfügung hat, sind auf der Körper-Ebene die Basis für mehr Wahlfreiheit. (mod. KH, Original von A. Lutz)
Black Box Feldenkrais
Der Begriff Black Box wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt und bezeichnet z.B in der Psychologie einen Ort, an dem innere und äußere Reize verarbeitet werden, es einen Ein- und einen Ausgang gibt. Für viele KlientInnen ist das Entdecken von Bewegung oftmals eine Black Box.
Der Ansatz von Feldenkrais ist für mich wie das Öffnen einer Bewegungs-Black Box. Sei es in ATM (awareness through movement) oder FI (functional integration): die KlientInnen entdecken für sich ein neues Muster, eine neue Möglichkeit sich müheloser zu bewegen, den eigenen Körper effektiver einzusetzen. ATM Feldenkrais wird in einer Gruppe unterrichtet. Feldenkrais hat hunderte von ATMs entwickelt, die verschiedene Schwerpunkte haben. In der ATM werden die KlientInnen verbal angeleitet und führen die Bewegungskomponenten durch.
Bei der FI, der Einzelarbeit von KlientIn und Therapeut, wird ganz speziell auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen.
Und was biete ich?
Mein physiotherapeutisches Wissen von 30 Jahren im Bereich Neurologie/Neuropädiatrie kombiniere ich mit Feldenkrais-Arbeit. Es geht mir um die Bedürfnisse der Menschen, die zu mir kommen ohne einer Denkschule verpflichtet zu sein.
Ein schwarzer Kubus (eine Black Box) ist mein Therapieraum. In diesem Raum wird versucht die Bewegungs-Black Box gemeinsam mit den Patienten zu öffnen, zu erforschen.
Ausblick
Aktuell befinde ich mich in einer somatic experiencing-Weiterbildung bei Doris Rothbauer (nach Peter Levine). Dieser vertritt die These, dass eine traumatische Erfahrung sich im Körper des Menschen manifestieren kann. Mit Hilfe der SE wird das Trauma neu verhandelt, d.h. es wird nicht gelöst, sondern die KlientInnen lernen einen anderen Blick im Umgang mit diesem Ereignis.
